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Hexenkind Story of a little Girl Warum?!

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Siehst du sie dort vorne?
Das kleine glückliche Mädchen.
Spielt im Sand mit ihrer Freundin.
Ihre Augen strahlen Freude aus.
Sie blitzen richtig in der Sonne.
Sie lacht. Lacht ein freies Lachen.
Das unbeschwerte Lachen eines Kindes.
Sie hat keine Probleme, kennt dieses Wort gar nicht.
Sie rennt, fällt hin, steht wieder auf.
Spielt weiter. Lachend. Glücklich.

Siehst du sie dort hinten?
Hinter dem Spalt der Tür, die fast zu ist?
Siehst du die Angst in ihren Augen?
Die Trauer, Enttäuschung.
Sie lacht nicht mehr, sie weint.
Sieht es mit an, und kann nichts tun.
Sieht alles mit an, doch man bemerkt sie nicht.
Will schreien, doch sie kann nicht.
Rennt auf ihr Zimmer zurück.
Drückt sich in ihr Kissen und weint … und weint.

Siehst du sie vor dir stehen?
Sie lacht. Grinst. Sieht dich spitzbübisch an.
Macht Witze, lacht und hört nicht auf.
Doch etwas stimmt nicht.
Ihr Mund lacht, doch ihre Augen lachen nicht mit.
Sie trägt eine Maske, die sie nie ablegt.
Nur nachts, wenn sie ihm Bett liegt, legt sie sie ab.
Dann weint sie. Weint bitterlich.
Am nächsten Morgen steht sie auf. Vollkommen fertig.
Setzt ihre Maske auf und ist wieder munter.

Siehst du sie dort in der Ecke?
Von Dunkelheit umhüllt.
Was tut sie nur? Wieso nur?
Sie fiel hin und steht nicht mehr auf.
Gibt einfach auf. Will keine Probleme mehr haben.
Ihr Herz ist verletzt. Es blutet. Blutet so tief.
Zu viele Wunden sind in ihm.
Sie reißt es raus. Wirft es weg. Sie will es nicht mehr.
Ihre Maske verschwindet für einen Moment.
Tränen laufen über ihre Wangen.

Siehst du sie dort hinter dem Fenster?
Sie ist gefangen. Gefangen vor sich selbst.
Man beschützt sie, indem man sie nicht raus lässt.
Sie rebelliert. Will raus. Will Freiheit.
Sie hat so viele Gefühle in sich, doch sie zeigt sie nicht.
Doch die Gefühle wollen raus.
Also lässt sie sie ihre Arme blutrot hinunterlaufen.
Keine Träne berührt mehr ihr Gesicht.
Sie kann nicht mehr weinen, sie hat ihr Herz verloren.
Doch ihre Arme sind voll mit roten Tränen.

Siehst du sie dort hinten liegen?
Auf dem Bett, fixiert. Sie kann sich nicht bewegen.
Sie sah endlich ein, dass sie Hilfe brauchte.
Ging freiwillig dort hinein.
Nun liegt sie da. Vollgepumpt.
Weiß nicht mehr, wo vorne
Weiß nicht, wo hinten ist.
Ihre Mutter sieht sie und weint.
Will ihr helfen, sie rausholen.
Doch selbst sie kann das nicht.

Siehst du sie dort in der Menge?
Sie ist mittendrin und doch sticht sie raus.
Sie lacht wieder. So wie früher.
Doch meist lachen ihre Augen nun mit.
Sie hat noch immer Probleme.
Sie hat noch immer Ängste.
Und irgendetwas ist noch in ihr.
Aber sie lebt nun ihr Leben und freut sich daran.
Auf ihren Armen sieht man die Narben der Vergangenheit.
Doch sie tun nicht mehr so weh, die Wunden. Sie verheilen langsam.