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>> Leer und Alleine 

Sie liegt auf dem Bett… Sie ist am Ende. Sie schreit, doch niemand hört sie.
Sie ist ganz allein. Sie fühlt sich so kraftlos, sie fühlt sich so leer… Sie kann weder aufstehen, noch aufhören, sie kann an nichts denken.
Im Grunde an nichts anderes, doch bevor sie an das denkt, was gerade in ihrem Kopf ist, denkt sie lieber nichts. Oder versucht es. Es tut so weh. Ihr tut alles so weh.
"Warum?" schreit sie.
Sie kämpft, kämpft gegen den Schmerz, gegen ihr Inneres, gegen all die Gedanken. Sie will nicht, sie will nicht mehr…
Sie denkt an die Klingen, sie hat sie überall. Aber sie will nicht, sie darf nicht… Sie denkt an den Tod, wenn alles vorbei ist… aber sie darf nicht und sie will nicht… es wäre zu einfach, wo ist da der Haken? Schließlich hat doch alles einen Haken…
"Warum?" sagt sie.
Sie kann nicht mehr. Sie schreit, sie kämpft, sie fleht. Es saugt sie aus, die Kraft schwindet, sie wird immer schwächer. Sie schlägt mit den Armen um sich, wehrt sich. Nein, Nein, Nein. Ich will nicht!
Sie will, dass es aufhört, sie will sterben. Aber sie kann und darf nicht. Aber was, wenn die Kraft komplett verbraucht ist? Was, wenn sie einfach erschöpft ist? Sie ist doch jetzt schon so schwach, lange hält sie nicht mehr durch… Sie will ihre Ruhe, sie will schlafen, sie will, dass es endlich aufhört… aber wie? Wie nur? Wie soll es aufhören… ohne den Tod!?
"Warum?" fragt sie sich immer leiser?
Sie ringt nach Luft, hat Angst zu ersticken. Ihr Atem wird schneller, die Muskel verkrampfen. Alles tut so weh, so weh… Sie versucht zu schreien, aber sie kann nicht. Sie versucht zu kämpfen, doch sie wird immer schwächer. Sie will sich wehren, sie will das nicht mehr.
Warum jetzt, warum sie? Was hatte sie falsch gemacht? Warum denn schon wieder? Wieso konnte sie kein normales Leben führen? Warum diese Gedanken, diese Anfälle, diese Schmerzen… diese Hilflosigkeit, diese Leere, dieses Allein sein. Sie kann nicht mehr, sie kann nicht mehr. Das Atmen wird schwer, alles tut so weh.
"Wieso?" Ihre Stimme wird zu einem leisen Flüstern.



Der Wecker klingelt, es ist halb sechs. Sie will nicht aufstehen. Ihr Kopf tut weh, sie hat keine Lust, sie will nicht. Sie will gar nix. Nur tot sein will sie. Ihre Ruhe haben will sie. Sie quält sich aus dem Bett.
Wofür macht sie es eigentlich? Wofür.
Sie sucht ihre Sachen zusammen, schlaftrunken.
Für ihr späteres Leben? Welches spätere Leben, verdammt… natürlich, das spätere Leben… wird es das denn überhaupt geben? Wird es denn überhaupt schön?
Sie stellt das Radio an und geht unter die Dusche. Sie lässt sich Zeit, das tut sie immer. Sie versucht zu vergessen, alles zu vergessen. Es geht dir gut, sagt sie sich. Alles ist schön.
Sie nimmt ihr Lieblingsduschgel und reibt sich ein. Lässt das Wasser an sich hinunterlaufen. Früher tat es immer weh, wenn es über die frischen Wunden und Kratzer lief. Es zog… so schön.
Sie hasst sich und ihren Körper. Sie tat es schon immer. Sie versucht auch das zu vergessen.
Sie schliesst die Augen, lauscht dem Geräusch des Wassers, das aus dem Duschkopf kommt. Warm läuft es den Körper hinunter. Umschließt sie, wäscht alles weg. Wenigstens für einen Moment.
Sie wirft einen Blick auf die Uhr. Schon wieder so spät. Sie wäscht ihr Gesicht, putzt ihre Zähne. Funktionieren, sagt sie sich. Einfach nur funktionieren. Wird schon.
Um sieben geht sie aus dem Haus. Stöpsel in den Ohren. Musik auf voller Lautstärke. Ohne sie würde sie es nicht schaffen, denkt sie.

Wake up!
Grab a brush
and put a little make up.
Hide the scars
To fade away the
Shakeup!


Sie kommt in der Schule an und lächelt den Anderen zu.
"Morgen!" begrüßt sie sie. Recht fröhlich, zumindest dafür, dass es so früh ist. Sie jammert über Dinge, die sie nicht wirklich schlimm findet, bei denen sie sich nur aus "Spaß" aufregt. Sie lacht. Sie lacht den restlichen Tag über. Sie lacht über sich, sie lacht über Lehrer, sie lacht über andere. Sie lacht niemanden aus, aber das wissen die anderen. Sie ist fröhlich, sie scheint es zu sein. Sie redet es sich selbst ein.

Doch immer mehr und mehr schwindet die Kraft und immer schwerer fällt es, morgens den Kram von gestern zu vergessen. Immer mehr und mehr fällt es ihr schwer zu atmen, schwer aufzustehen, schwer hinzugehen, schwer weiter zu machen. Sie lacht.

"Wieso?" fragt sie sich immer leiser?